Product Design Project

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PDP – Product Design Project

Ansprechpartner Art und Umfang der Veranstaltung

Projekt
Das Product Design Project (PDP) wird im WS 20187/19 vom Fachgebiet IMS organisiert.

Aktuelles

Aktuelle Mitteilungen zur Veranstaltung finden Sie unter den aktuellen Mitteilungen des Fachgebiets.

Inhalt

Das Product Design Project (PDP) ist eine eigenständige Lehrveranstaltung, die fachlich den Lehrveranstaltungen Maschinenelemente und Mechatronik zugehörig ist. Im Rahmen dieser Projektarbeit wird in Kleingruppen eine komplexe Aufgabenstellung ganzheitlich bearbeitet.

Die Aufgabe bietet die Möglichkeit, die in MM I und MM II erlernten Konzepte zur Gestaltung, Simulation und Auslegung von technischen Systemen an einer selbst zu entwickelnden Konstruktion auszuprobieren. Damit soll ein Verständnis für die Komplexität solcher Aufgaben erlangt und auch deren Faszination vermittelt werden.

Moodle

Informationen, Unterlagen zur Vorlesung sowie ergänzende Materialien finden Sie auf der E-Learning-Plattform Moodle (Moodle_TU_Darmstadt) unter der Lehrveranstaltung „Product Design Project“.

Erfahrungsbericht zum PDP im SS 2010

Zero-G – Erfahrungen in der Schwerelosigkeit, ein Kick für jedermann –demnächst im Freizeitpark?

Ende Mai saßen wir, die Studierenden der Studiengänge „Bachelor Mechanical and Process Engineering“ und „Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen der technischen Fachrichtung Maschinenbau“, im Audimax und warteten gespannt darauf, welches Thema uns im Product Design Project 2010 (PDP) beschäftigen würde… Das Thema lautete: „Konstruktion und Auslegung eines Zero-G Fahrgeschäfts für einen Freizeitpark“. Sofort machten wir uns erste Gedanken und kleine Gesprächsrunden entstanden, wie man wohl am besten für Jedermann das Gefühl von Schwerelosigkeit auf den Boden holen kann. Nach der ersten Projektwoche durfte jedes der 137 Viererteams zwei Konzepte vorstellen, aus denen alle Teilnehmer des PDPs das Beste auswählen konnten. Der Preis für das Gewinnerteam war ein Tag mit Zero-G-Parabelflügen in einem Segelflugzeug der Flugsportvereinigung Offenbach Reinheim.

Das Konzept des G-Fighter

Mit unserem Konzept, dem „G-Fighter“, konnte unser Team bestehend aus Philipp Krah, Erland Pfeffer, Akira Schüttler und Sebastian Ullrich, diesen Preis gewinnen. Vielen Dank an alle Kommilitonen, die wir mit unserem Konzept überzeugen konnten und die uns ihre Stimme gegeben haben! Das Konzept „G-Fighter“ funktioniert im Grunde wie ein Riesenrad, dessen Gondel noch zusätzlich durch Teleskoparme ein- und ausgefahren werden kann. Somit kann die Form einer Parabel abgefahren werden. Bei passender Bahn und Geschwindigkeit entsteht Schwerelosigkeit. Für eine Schwerelosigkeitsdauer von etwa 4 Sekunden ist eine durchschnittliche Armlänge von 20m notwendig. Dass ein solches Konzept keinesfalls reine Fiktion und völlig aus der Luft gegriffen ist, zeigen einige Umsetzungen und Überlegungen der großen Achterbahn- und Roboterhersteller, wie Kuka oder Robocoaster. Dass es viele spannende Konzepte aus allen Gruppen gab, sieht man allein schon an der Kreativität und der Vielfalt der Konzeptnamen.

Der Tag der Schwerelosigkeit

An dieser Stelle findet ihr nun einen kurzen Bericht über den Tag bei der Flugsportvereinigung Offenbach Reinheim e.V. und unsere Erfahrungen in der Schwerelosigkeit. Begleitet wurden wir von Stefan Dziwis, Martin Bang-Christensen (HiWis des pmd) und Johannes Mathias (WiMi pmd), die gemeinsam die Idee zu dieser spannenden und aktuellen Aufgabenstellung des PDP 2010 entwickelt hatten.

Nach Wochen der Theorie zum Thema Schwerelosigkeit, trafen wir uns alle am frühen Morgen des 04.09.2010 auf dem Flugplatz der Flugsportvereinigung Offenbach Reinheim e.V. Bevor es in die Luft gehen sollte, bekamen wir zwei sehr interessante und aufschlussreiche Vorträge zu zentralen Themen des Segelflugs: der Aerodynamik und der Leistungsfähigkeit von Mensch und Maschine beim Segelkunstflug. Referiert wurde von unseren beiden Piloten Jürgen Adolph und Philipp von Gehlen, die uns engagiert durch den gesamten Tag begleiteten.

Im Anschluss fundierten wir das neue Wissen direkt am Flugzeug und schlossen damit den theoretischen Teil des Tages ab. Die Gier zu fliegen sollte nun nach Anlegen des Fallschirms endlich befriedigt werden. Nach dem Start auf einer doch recht holprigen Bahn, die den Magen schon das erste Mal auf die Probe stellte, wurden wir auf eine Höhe von 700 Meter geschleppt. Die Aussicht dort oben war beeindruckend, doch deshalb waren wir ja nicht da… Nach einem ersten Spiel mit dem Strömungsabriss und dem folgenden Trudeln, ging es auch schon in den Aufschwung zur ersten Parabel. Was vom Boden filigran aussah, verzehrte die Gesichter im Cockpit unter einer Belastung von 4,5g zur Grimasse. Am Wendepunkt der Parabel konnten wir merken, wie wir langsam vom Sitz abhoben. Die Anzeige im Cockpit bestätigte es: 0g – Schwerelosigkeit! gefolgt vom schnellen Wechsel hin zum Abschwung, der wieder Achterbahngefühle hoch 10 hervorrief. Nach zweimal 4 Parabel-Zyklen steuerten wir wieder die Landebahn an. Bei Johannes Mathias erweiterte der Pilot im Kunstflug das Repertoire noch um Loopings und Flugmanöver über Kopf. Am Ende des Tages waren wir uns alle einig: Solche heftigen Belastungen und Flugfiguren hätten wir bei einem Segelflug nicht erwartet – einen Ansatz von Übelkeit eingeschlossen…

Einige Eindrücke während des Flugs könnt ihr euch hier als Video anschauen!

Abschließend können wir nur jedem empfehlen, einmal in ein Segelflugzeug zu steigen und diese Erfahrungen selbst zu machen oder in einigen Jahren einen Freizeitpark zu besuchen… Einige weitere interessante Eindrücke finden sich bestimmt auch noch in unserer Bildergalerie.

Wir möchten uns nun an dieser Stelle herzlich für diesen interessanten und erfahrungsreichen Tag beim PDP-Team 2010, dem pmd und der Flugsportvereinigung Offenbach Reinheim e.V., bedanken.

Philipp Krah, Erland Pfeffer, Akira Schüttler und Sebastian Ullrich